Integriertes Ländliches Entwicklungskonzept (ILEK)


Gemäß Landesentwicklungsplan Sachsen-Anhalt ist der ländliche Raum als Lebens- und Wirtschaftsraum mit eigenständiger Bedeutung zu entwickeln.

Im Interesse gleichwertiger Lebensverhältnisse ist auch im ländlichen Raum eine nachhaltige, das heißt wirtschaftlich, sozial und ökologisch ausgewogene Entwicklung zu sichern. Daraus resultieren Schwerpunktthemen, wie Verbesserung der Wirtschaftskraft, Ausbau der Infrastruktur, Abkehr der Abwanderung aus den Dörfern, Stärkung der kommunalen Daseinsvorsorge und zukunftsweisender Natur- und Umweltschutz. Die Grundlage zur Erreichung dieser Ziele bilden die Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepte (ILEK), die in Sachsen- Anhalt flächendeckend aufgestellt wurden.

Im Jahre 2005 wurde das ILEK für die Region Magdeburg (ehemalige Landkreise Bördekreis, Jerichower Land, Ohrekreis und Schönebeck sowie die Landeshauptstadt Magdeburg) erarbeitet und im Januar 2006 beschlossen. Dieses Konzept stellt einen umfassenden Handlungsrahmen zur Integrierten ländlichen Entwicklung (ILE) für die nächsten Jahre dar. Der Salzlandkreis, der auch den ehemaligen Landkreis Schönebeck umfasst, hat sich als eigenständige ILE-Region organisiert.

Somit besteht die ILE-Region Magdeburg jetzt aus den Landkreisen Börde und Jerichower Land unter Einbeziehung der Landeshauptstadt Magdeburg. Diese drei Partner wirken im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft darauf hin, die Handlungslinien, Ziele und Leitprojekte des ILEK in die Realität umzusetzen. So sollen die verfügbaren Mittel durch Vernetzung und Konzentration zielgerichtet zur Stärkung des ländlichen Raums genutzt werden.

Link:
ILEK für die Region Magdeburg

 

Leitprojekte


Im Integrierten ländlichen Entwicklungskonzept (ILEK) für die Region Magdeburg sind die Handlungslinien und Maßnahmeschwerpunkte zur Entwicklung des ländlichen Raums aufgezeigt. Bei der Aufstellung des Konzeptes wurden bestimmte Entwicklungsziele herausgearbeitet, von denen besondere Impulse erwartet werden und die beispielgebend für andere sein können.
Anschließend verständigten sich die regionalen Akteure darauf, dass diese Ziele prioritär verwirklicht werden sollten. So wurden sie als „Leitprojekte“ in das ILEK aufgenommen. Das Landesverwaltungsamt (LVwA) gab dazu den Hinweis, dass eine Vielzahl der Leitprojekte noch nicht hinreichend konkret entwickelt wäre und dass sie vielfach nicht ausreichend auf die Stärken und Schwächen der Region und auf konkrete Teilgebiete bezogen wurden.

Daraufhin hat die Arbeitsgemeinschaft „ILE-Region Magdeburg“ im Jahre 2008 die Leitprojekte in einem intensiven Abstimmungsprozess fachlich spezifiziert. Dies erfolgte auf der Grundlage der im ILEK dargelegten regionalen Stärken, Schwächen und Potenziale. So wurden die Zielsetzung und der Inhalt der Leitprojekte noch ausführlicher beschrieben. Die Projektträger, weitere verantwortliche und beteiligte Akteure wurden benannt und die räumliche Zuordnung festgelegt. Auch wurde dargestellt, welche Handlungslinien und Entwicklungsziele mit dem jeweiligen Leitprojekt umgesetzt werden sollen. Die spezifizierten Leitprojekte wurden dem LVwA in zwei Staffeln zur Zustimmung eingereicht. Diese „Zertifizierung“ liegt inzwischen vor.

Der sich daraus ergebende Stand, einschließlich einiger Hinweise und Auflagen des LVwA, wurde als Anlage 8 in das ILEK aufgenommen. Aufgrund der Zertifizierung können Vorhaben, mit denen die zertifizierten Leitprojekte umgesetzt werden, unter Beachtung der Förderrichtlinien und der zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel, eine prioritäre und ggf. prämierte Förderung erhalten. Die Zertifizierung eröffnet unserer Region somit die Chance einer erhöhten Umsetzungswahrscheinlichkeit (Priorität) und ggf. erhöhten Förderquote (Prämie). Die Prämie kann gemäß der „Richtlinie zur Gewährung von Zuwendungen zur regionalen ländlichen Entwicklung in Sachsen- Anhalt“ (RELE) bis zu 5 % betragen.




Link:
Zertifizierte Leitprojekte

Sachsen Anhalt Europäische Kommission Ländliche Entwicklung 2007-2013 Landkreis Börde Netzwerk Ländliche Räume